… „Autos sollen raus aus dem Ortskern“, schon lange vom KBR gefordert!

Stellungnahme von Alfred Rieke zum IVZ Artikel von Do. 20.08.2020

Bereits zur Kommunalwahl 2014 hatte das KommunalBündnis Recke den Slogan „Handeln im Ortskern“ auf eines ihrer Wahlplakate. Aber was ist auf politischer Ebene trotz zahlreicher KBR Initiativen in dieser Sache seitdem passiert? Leider nichts! Alle KBR Anträge dahingehend wurden von der CDU Fraktion abgelehnt und abgeblockt.

Nun hat in der jüngsten Bauausschusssitzung des Gemeinderates Prof. Hölscher von der Hochschule Detmold Konzepte zur Ortskernentwicklung in Recke vorgestellt. Diese waren von fünf unabhängigen Studentengruppen unter Leitung des Professors erstellt worden. Wie an einer Perlenschnur aufgereiht stellte er die erarbeiteten, sich förmlich aufdrängenden Handlungsoptionen dar:

  • autofreier Ortskern,
  • gute Wegeverbindungen,
  • attraktive Ortskerngestaltung,
  • Schaffung von Aufenthaltsqualität,
  • usw., usw.

Alles Punkte, die seit Jahren vom KommunalBündnis gefordert werden. Viele weitere Ideen sind von den Studenten zusammengetragen worden, die es lohnen sich näher damit zu befassen. Und: Alle Projektgruppen warnen unabhängig voneinander davor, auf dem DMK-Gelände einen großflächigen Einzelhandel zu platzieren. Stattdessen wird die Ansiedlung einer gemischten Wohnbebauung empfohlen. Auch dies eine Forderung des KommunalBündnisses.

Der Vortrag von Prof. Hölscher ist im Bauausschuss auf breite Zustimmung gestoßen. Offensichtlich braucht es den Input von außen, um Scheuklappen abzusetzen und neue Ideen zuzulassen.

Die Verwaltung hat in der Sitzung zugesagt, die Ergebnisse dieser Arbeiten der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie bilden eine gute Grundlage, nun endlich in den Prozess der Ortskernentwicklung einzusteigen – um die Aufenthaltsqualität zu steigern, den Leerstand zu bekämpfen und unser Dorf noch attraktiver zu machen. Die Chance ist da.

Was der Abend auch gezeigt hat: Der unabhängige, unvoreingenommene Blick von außen hat frischen Wind ins Rathaus geweht.